Aktuelle Ausgabe
2012-20

Große Aktion zum friedlichen Miteinander der Kulturen

Gemeinsam Flagge zeigen gegen Rechts

Dortmund. Seit dem 1. August hat die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius Dortmund-Mitte einen neuen Leiter der offenen Jugendarbeit. Marcel Pier ist 23 Jahre alt und hat in diesem Jahr seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Jugend- und Heimerzieher an der Anna-Zilken-Schule in Dortmund abgeschlossen. 

von Anna Petri 

„Bei meiner Arbeit geht es vor allem darum, der Jugendarbeit in der Gemeinde und im Stadtbezirk ein Gesicht zu geben“, sagt der 23-Jährige. Im Moment sei besonders die Öffentlichkeitsarbeit wichtig, wie zum Beispiel der Besuch an Schulen, um auf das Angebot der offenen Jugendarbeit aufmerksam zu machen.

„Durch meine eigenen Erfahrungen als Jugendlicher, die ja noch nicht so weit zurückliegen, kann ich mich gut in die jungen Menschen hineinversetzen.“ An der Arbeit mit den Jugendlichen reize ihn besonders die Möglichkeit, Verantwortung übernehmen zu können und gleichzeitig gemeinsam mit den jungen Menschen etwas zu bewegen.

Daher sieht Marcel Pier auch seinem ersten großen Projekt mit Spannung entgegen, der  Mitwirkung bei der Aktion „Oststadt in Harmonie“. Ziel der Aktion des Dortmunder Stadtbezirks Innenstadt-Ost am 3. September 2011 soll es sein, durch verschiedene Projekte von Einrichtungen aus diesem Stadtbezirk für ein friedliches Miteinander der Kulturen einzutreten. In einer großen gemeinsamen Aktion beteiligen sich unter anderem Kirchengemeinden, Kindergärten, Tagesstätten, Schulen und Vereine, um gemeinsam Flagge gegen Rechts zu zeigen.

„Geplant ist“, so Marcel Pier, „eine fünf Kilometer lange Flagge von der Saarlandstraße bis nach Dortmund-Körne zu spannen, die aus über 12000 bemalten DIN-A4-Blättern bestehen soll.“ Gemeinsam mit den Jugendlichen der Bonifatiusgemeinde hat Pier bereits etliche Bilder dafür erstellt. In der Zeit von 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr soll die Flagge dann gespannt werden. „Die teilnehmenden Gemeinden und Organisationen müssen Streckenposten mobilisieren, die die Flagge hochhalten“, berichtet Pier. Damit sie dann am 3. September als Zeichen gegen rechte Gewalt und für ein friedliches Miteinander wehen kann. 

Marcel Pier hofft auf viele Teilnehmer bei der Aktion. Foto: Petri

23.05.2012
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