Aktuelle Ausgabe
2012-20

Reinoldustag 2012: „Gemeinsam leben – singen– handeln“

Für eine solidarische Gesellschaft

Unter dem Motto: „Gemeinsam leben – singen – handeln“ war der Reinoldustag 2012 gestaltet (v.l.): Sabine Fleitner, Marlies Haarmann, Katrin Gellermann, Superintendent Winfried Moselewski, Propst Andreas Coersmeier, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Superintendent Paul-Gerhard Stamm und der stellv. Stadtdechant Michael Vogt. Foto: pdp

Dortmund (pdp). „Gemeinsam leben – singen - handeln“ war vergangenen Freitag der diesjährige Reinoldustag überschrieben. Dazu laden traditionell am Jahresbeginn die katholische und evangelische Kirche in Dortmund Vertreter aus Politik und Gesellschaft ein. Den Auftakt bildete ein ökumenischer Stadtgottesdienst in der Reinoldikirche. 

Beim anschließenden Empfang im Katholischen Centrum ging es vor allem um Themen, die die Kirchen in ihrem Handeln mit Blick auf die Stadt beschäftigen.

„Handeln ist gefordert, wenn es etwa darum geht, etwas gegen rechte Gewalt und gegen rechtsextremes Gedankengut zu unternehmen, wenn es darum geht, sich für eine solidarische Gesellschaft und für die Bekämpfung der Armut einzusetzen und wenn es darum geht, das Miteinander der Religionen und verschiedener Kulturen zu fördern“, fasste Propst Andreas Coersmeier zusammen.

Darüber hinaus sprach er sich für einen zügigen Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren aus. Es müsse in diesem Zusammenhang verbindliche Zusagen gegenüber den Kirchen als freien Trägern von Kindertageseinrichtungen geben.  

Propst Coersmeier sprach außerdem den jüngsten Armutsbericht des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an. In diesem Zusammenhang verwies er unter anderem auf die Kampagne „Armut macht krank“ der Deutschen Caritas. Diese fordert ein solidarisches Gesundheitssystem, das grundsätzlich allen in Deutschland lebenden Menschen den Zugang zu medizinischen Leistungen ermöglicht, besonders auch den Flüchtlingen. 

Bürgermeisterin Birgit Jörder sprach in ihrer Rede das Urteil zur Wiederholung der Ratswahl an. „Die gegenwärtige Situation wird von vielen Menschen als lähmende Hängepartie wahrgenommen“, so Jörder. Dazu bestehe jedoch kein Grund, denn Dortmund habe „einen handlungsfähigen Rat, einen genehmigungsfähigen Haushalt und eine vorzügliche Verwaltung“. So könne man mit „demokratisch gefestigter Gelassenheit“ die nächste Instanz abwarten. 

Zu dem von Propst Coersmeier angesprochenen Problem des Rechtsradikalismus meinte Birgit Jörder: „Von Herzen danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern für ihren Einsatz im Widerstand gegen Rechts.“ Dieser Protest dürfe nicht nachlassen. „Sie stehen für unser Dortmund, ein Dortmund, das weltoffen, bunt und tolerant ist“, so die Bürgermeisterin. 

Beim Thema Bildung und Erziehung betonte die Bürgermeisterin, dass die Stadt Dortmund große Anstrengungen unternehme, mehr Kindertagesstätten-Plätze und Ganztagsschulen einzurichten, und bereits intensiv in Bildung investiert habe. Im Namen der Stadt dankte sie den Kirchen für deren Engagement in diesem Bereich.


22.05.2012
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