Komplett neuer Diözesanvorstand möchte sich auf das „Kerngeschäft“ konzentrieren
Familienbund will den Neufang
Paderborn. Christian Laskowski (49) aus Ostenland bei Delbrück ist neuer Diözesanvorsitzender des Familienbundes. Die Hauptausschusssitzung wählte ihn sowie zwei Stellvertreter und acht Beisitzer am Donnerstag vergangener Woche in der Paderborner Bildungsstätte „Liborianum“.
von Gerd Vieler
Laskowski tritt damit die Nachfolge von Rolf Erdmeier aus Bielefeld an, der für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand. Das hatte Erdmeier bereits auf einer Sondersitzung des Hauptausschusses im Oktober bekannt gegeben. Die katholische Lobby für Familien, wie sich der Verein auch gern nennt, war mit seiner Gruppierung in den vergangenen Jahren in unruhiges Fahrwasser geraten und hatte seine Aktivitäten bis auf die Organisation von Pilgerfahrten immer mehr zurückgefahren. Es kamen daher Gerüchte auf, ob der Familienbund in seinem angestammten Kerngeschäft, der Arbeit für Familien, überhaupt noch aktiv oder überhaupt existent sei. Der frühere Vorsitzende Rolf Erdmeier drückte daher auf der Sonderversammlung im Oktober auch sein Bedauern darüber aus, Fehlentwicklungen zu spät erkannt und nicht gegengesteuert zu haben.
Erst Anfang November hatte sich die Katholische Elternschaft Deutschland nach über 30-jähriger Zusammenarbeit vom Familienbund getrennt. (Der DOM berichtete.)
Der Familienbund hatte im Oktober seinerseits den Kooperationsvertrag mit dem Familienerholungswerk (FEW) aufgekündigt. Das Familienerholungswerk ist Träger der bislang vom Familienbund belegten Bildungshäuser Schloss Gehrden und Biggesee-Sondern. Das FEW, formell ein vom Familienbund völlig eigenständiger Verein, und der Familienbund hatten den gleichen Geschäftsführer, von dem sich beide vor einigen Monaten fristlos trennten. (Der DOM berichtete ebenfalls.)
Somit stand für den Familienbund bei der jetzigen Hauptausschusssitzung ein völliger Neufang auf dem Programm. In Vertretung des wegen Krankheit verhinderten Vorsitzenden eröffnete Vorstandsmitglied Theo Wegemann die Sitzung, zu der 27 stimmberechtigte Mitglieder erschienen waren. Eine Entlastung des alten Vorstandes war nicht vorgesehen. Aussprachen wurden nicht gewünscht. Als Wahlleiter der durchweg einstimmigen Wahl war Rechtsanwalt Hans-Georg Hunstig, Vorsitzender des Diözesankomitees verpflichtet worden.
Der ebenfalls einstimmig gewählte neue Vorsitzende will nun erstmal eine Bestandsaufnahme des Vereins durchführen und konnte daher auch über die Mitgliederzahl noch keine Angaben machen.
Neben Laskowski gehören Norbert Kloidt (53) aus Werl und Franz Blumenröhr (45) aus Bökenförde zum neuen Geschäftsführenden Vorstand. Weiterhin wurden acht Beisitzer gewählt. Geistlicher Beirat bleibt Pfarrer Markus Röttger aus Brakel-Gehrden.







