Gemeindereferentin Sabine Jasperneite aus Wiedenbrück hat die Jungfrauenweihe empfangen
„Der Weg, meiner Berufung zu folgen“

- Aus den Händen von Weihbischof Matthias König empfing Sabine Jasperneite Ring und Stundenbuch. Foto: Wiedenhaus
Wiedenbrück. Sabine Jasperneite, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Reckenberg, hat durch Weihbischof Matthias König die Jungfrauenweihe empfangen. Die 41-Jährige verpflichtet sich damit, durch ein intensives und glaubwürdiges geistliches Leben Jesus Christus und der Kirche zu dienen.
von Andreas Wiedenhaus
„Wer sich heute in dieser Weise bindet, stößt nicht unbedingt auf Verständnis!“ In seiner Predigt setzte sich Weihbischof König mit den Vorbehalten auseinander, die so eine Entscheidung sicherlich häufig auslöse: Viele sähen darin sicherlich das Gegenteil von Freiheit und fühlten sich in ihren Vorurteilen gegenüber der Kirche bestärkt. Ein näherer Blick zeige jedoch ein völlig anderes Bild: „Ein lebendiger Glaube setzt Kräfte frei, die die eigenen bei Weitem übersteigen!“ Mit ihrer freien Entscheidung für Gott zeige Sabine Jasperneite dies eindrucksvoll.
Nachdem die Gemeindereferentin ihr Weiheversprechen abgelegt hatte, empfing sie aus der Hand des Weihbischofs als Zeichen ihres neuen Standes Ring und Stundenbuch als Symbole der Treue und des Dienstes der Fürbitte.
Info
Die Jungfrauenweihe ist eine Form des geweihten Lebens, die als Ausdruck des Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Diözesanbischof nach liturgischem Ritus vorgenommen wird. Sie ist Zeichen einer lebendigen Liebe zu Gott. Eine Frau, die sich berufen glaubt, muss diesen Wunsch durch die Kirche prüfen lassen. Dazu beauftragt der Erzbischof einen Mentor, der die Frau durch eine Zeit der Kandidatur begleitet. Eine Frau, die diesen Weg gehen möchte, sollte nicht jünger als 30 Jahre alt sein und nicht älter als 50. Voraussetzungen sind ein stetes Gebetsleben und geistige und seelische Gesundheit. Sie darf nicht verheiratet gewesen oder ein der Jungfräulichkeit widersprechendes Leben geführt haben. Den Lebensstil der bewussten Jungfräulichkeit in der Welt um Christi Willen sollte sie bereits mehrere Jahre erprobt haben. Die Jungfrauenweihe stammt aus urchristlicher Zeit. Sie war im Mittelalter weitgehend abgeschafft und wurde durch das Zweite Vatikanische Konzil wieder belebt. Weltweit gibt es rund 3000 geweihte Jungfrauen.





