Aktuelle Ausgabe
2012-5

Projekt „Kein Weg ohne Ziel“ erschließt heilige Stätten entlang von Pilgerwegen im Erzbistum

Wallfahrtsstätten neu im Blick

Präsentierten vor den haushohen Fotos der Reliquienbüsten des Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde an der Fassade des Diözesanmuseums die neue Initiative „Kein Weg ohne Ziel“: Monsignore Thomas Dornseifer Leiter der Hauptabteilung pastorale Dienste (l.), und Professor Christoph Stiegemann, der Leiter des Diözesanmuseums. 

Erzbistum (-haus). „Kein Weg ohne Ziel“ ist eine Initiative überschrieben, mit der die Hauptabteilung pastorale Dienste und das Diözesanmuseum Pilgerziele und Wallfahrtsstätten auf dem Gebiet des Erzbistums neu in den Blickpunkt nehmen wollen. Zu rund 50 Orten sollen Informationsflyer erscheinen. 

„Wir sehen darin eine enorme pastorale Chance“, sagte Monsignore Thomas Dornseifer als Leiter der Hauptabteilung pastorale Dienste bei der Vorstellung des neuen Projektes im Diözesanmuseum. Wallfahrtsstätten, so Dornseifer, seien Orte, an denen Menschen existenzielle Fragen an sich heran ließen. „Dort können sie ihren Glauben leben, ohne dass sie große Schwellen überschreiten müssen“, sagte Dornseifer. An diesen Orten könne man sich der Spuren großer Heiliger bewusst werden und sich fragen, was einen ganz persönlich trage und motiviere. Dornseifer: „Wir haben viele solcher bedeutender Orte auf dem Gebiet unseres Erzbistums.“

Die ersten drei Flyer, die bereits erschienen sind, befassen sich mit dem Dom, der Busdorfkirche und dem wundertätigen Marienbild, das einst in der Roms-Kapelle stand und heute in der Marktkirche zu sehen ist. „An diesen drei Punkten finden wir ganz zentrale christliche Pilgerziele“, erläuterte der Leiter des Diözesanmuseums, Professor Christoph Stiegemann, die Inhalte der Info-Flyer: „Im Dom gibt es zahlreiche Jakobus-Darstellungen, die Busdorfkirche ist quasi eine Kopie der Grabeskirche in Jerusalem und die Römische Kapelle stand bis zu ihrer Zerstörung 1945 vor den Toren Paderborns.“ Hintergrund sei, dass man früher solche wichtigen Wallfahrtsstätten als Kopie in die eigene Heimat geholt habe.

Stiegemann: „Die Flyer sollen eine Handreichung sein, die die wichtigsten Informationen zusammenfasst und neben den kunsthistorischen Zusammenhängen auch einen pastoralen Impuls bietet.“ Es sei eben nicht darum gegangen, sein „dickes Buch zu schrei-ben“, sondern den Menschen ein echtes „Vademecum“ mit auf den Weg zu geben. So erfährt der Leser im Zusammenhang mit dem Marienbild in der Marktkirche beispielsweise, dass dort am 15. August eine Prozession stattfindet und mittwochs jeweils um 18 Uhr bis zum 15. September eine festliche Marienmesse. Drei bis vier Flyer sollen jeweils pro Jahr erscheinen.

Info

Zu Libori werden die ersten Flyer der neue Reihe in einer kleinen Ausstellung im Foyer des Diözesanmuseums zu sehen sein. Im Kreuzgang des Doms wird eine Tafelausstellung der Deutschen Jakobsbrüderschaft in Düsseldorf gezeigt. Sie trägt den Titel „Auf dem Sternenweg nach Santiago de Compostela – 1200 Jahre Jakobusverehrung in Europa“. Die Internetseite zur Initiative „Kein Weg ohne Ziel“ wird in Kürze freigeschaltet. Die Adresse lautet: www.pilgern-erzbistum-paderborn

 

 

 

 

 

 

 


04.02.2012
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