82 Mitarbeitende der Caritas-Konferenzen in der Region Herford besuchten das Bibeldorf in Rietberg
Einblicke ins Alltagsleben zur Zeit Jesu
Herford/Rietberg. Mit dem Ziel, etwas mehr über das Leben und die Umwelt zur Zeit Jesu zu erfahren, machten sich 82 Personen, Frauen und Männer, die allesamt in den örtlichen Caritas-Konferenzen der Region Herford aktiv mitarbeiten, zu einem gemeinsamen Ausflug zum Bibeldorf nach Rietberg auf.
Nachdem die Teilnehmer bereits im Bus eine Einführung in das Konzept des Bibeldorfes erhalten hatten, waren alle neugierig auf mehr und freuten sich auf den Rundgang. Die Reisegesellschaft teilte sich in zwei Gruppen auf, die von Dietrich Fricke, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Rietberg, und Roland Bohne, Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Rietberg, geführt wurden.
Zur Einstimmung auf das Thema: „Leben und Umwelt zur Zeit Jesu“ wurden die Besucher in einen Raum mit übergroßen Fotos aus Jordanien, Syrien und dem Heiligen Land geführt.
Im Themenraum „Gott und die Götter“ sind in einer kleinen Ausstellung Amulette und Darstellungen von Göttern früherer Kulturvölker zu bestaunen. Zudem gibt es dort Hintergrundinformationen zu der Verehrung der gezeigten Göttervielfalt und dem Wechsel hin zum Monotheismus, dem Glauben an den einen, unsichtbaren Gott.
Anhand des topografischen Modells im Maßstab 1:50000 konnten sich die Besucher ein Bild von Israel und Palästina der damaligen Zeit machen. Wer sich das Modell genauer anschaut, kann eine Vorstellung von der Entfernung durch unwegsames Gelände bekommen, die zum Beispiel Maria und Joseph von Nazareth nach Bethlehem zurücklegen mussten, oder was es für die Menschen bedeutete, „zum Tempel hinauf nach Jerusalem zu pilgern“.
Im folgenden wurden weitere Stationen des Bibelmuseums in Augenschein genommen. Ein Beduinenzelt aus Ziegenhaar zum Beispiel oder der Nachbau eines Einraumhauses damaliger Zeit. Auch ein typisches „Römerhaus“ und ein „Zöllnerhaus“ finden sich dort. In einer schlicht eingerichteten Holzwerkstatt gab es einen kleinen Einblick in das Berufsleben von Josef und Jesus, die ja Zimmermänner gewesen sind, wie das Markusevangelium berichtet.
Nach Beendigung des Rundganges bedankten sich die Besucher aus Herford bei Pfarrer Fricke und Herrn Bohne für ihr großes Engagement bei den Führungen. Als Tagesabschluss zelebrierte der geistliche Begleiter, Pfarrer und Dechant Manfred Pollmeier, eine heilige Messe in der Klosterkirche St. Katharina zu Rietberg. Diese Messe, gehalten in einer sehr ansprechend restaurierten kleinen Klosterkirche, war „Balsam für die Seele“ zum Abschluss eines kurzweiligen und lehrreichen Tages.







