Aktuelle Aktion des Projektes „Mit Kindern durch das Kirchenjahr“ in Hagen-Boele
Ein Ostergarten wächst heran
Hagen-Boele. Noch liegen die Holzbretter nackt auf den sechs Tischen verteilt. Doch das bleibt nicht lange so. Nach einer Einführung in die Ereignisse um das Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu durch die Gemeindereferentin Susanna Mirzaian stürzen sich die 38 Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren an die Tische.
Die Mitarbeiterinnen an den Tischen lesen gemeinsam mit den Kindern den zu gestaltenden Bibeltext und dann ist es mit der Ruhe schnell vorbei. Eifrig wird Kleister angerührt, Sand auf die Flächen gestreut und Kaninchendraht mit einem Hammer festgeklopft. In der Mitte des Raumes reißen Kinder Zeitungspapier klein und knüllen es zusammen.
Von einer Platte erhebt sich alsbald massig der Berg Golgatha gefertigt aus Draht, Zeitungspapier und Kleister. Auf einer anderen Platte steht bald das Stadttor von Jerusalem. Die Figuren von Jesus und den Jüngern haben schon mal Platz im Abendsmahlssaal genommen. Kinder fertigen aus Knetmasse Kelche, Teller, Brot und Trauben.
Auch das Ostergrab und der Garten Getsemani nehmen langsam Form an. Während einige Kinder schon Mandalas mit den Ereignissen der Kar- und Ostertage ausmalen, rollen andere noch Zeitungen zu kleinen Fackeln, denn die werden bei der Festnahme Jesu gebraucht. Schließlich versammeln sich alle noch einmal im Stuhlkreis. Die Kinder erzählen, was sie in ihren Gruppen erarbeitet haben. Dann wird gemeinsam das Abschlusslied gesungen. Schon stehen die ersten Eltern im Raum. Begeistert zeigen die Kinder den Eltern die unterschiedlichen Szenen und an welcher sie mitgearbeitet haben. Diese haben bis zum nächsten Treffen Zeit zum Trocknen. Dann werden die Szenen angemalt. Überall werden Farben gemischt und die Kinder greifen zu den Pinseln. Das Abendmahlsgeschirr wird mit Klebepunkten auf dem Tisch befestigt. Haben auch alle Jünger einen Becher vor sich stehen? Auch die Palmsonntagsszene füllt sich langsam mit Menschen, die Jesus auf dem Esel mit Palmzweigen in den Händen zujubeln.
Auf dem Berg Golgotha werden die Kreuze errichtet und Pilatus wäscht in der Szene von der Verurteilung Jesu schon die Hände in Unschuld. Eifrig fönen die Kinder die Kulissen trocken. Schnell werden noch Moos und Grün befestigt. Dann kommen die Frauen aus der kfd, die die Figuren angefertigt haben, die nun die Szenen bevölkern. Staunend betrachtend die Frauen das entstandene Werk. Gemeinsam werden die Holzplatten in die St.-Johannes-Baptist-Kirche gebracht, wo der Küster Meinolf Krombusch im Altarraum den passenden Unterbau für die Szenen aufgebaut hat.
Nun ergibt sich ein ganzes Bild, beginnend beim Einzug Jesu, über das letzte Abendmahl, zur Verhaftung Jesu, bis hin zur Verurteilung und der Verleugnung durch Petrus. Es gipfelt in der Kreuzigung und hat seinen Höhepunkt in der Auferstehung. Diese Szene wird aber erst in der Osternacht zu sehen sein. Der Ostergarten bleibt nun in der Osterzeit in der Kirche stehen und soll die Gemeinde an Jesu Leiden, Sterben und Auferstehen erinnern.







