Ökumenisches Zeichen auf dem Gelände der Landesgartenschau 2010 in Hemer gesegnet
Ein Kreuz „gegen das Vergessen“
Hemer. „Gegen das Vergessen“ war die Aktion überschrieben, bei der die katholische und die evangelische Jugend aus Hemer am 20. September 1947 ein Eisenkreuz von 7,5 Meter Höhe aufstellte. Das Kreuz sollte als Zeichen der Ökumene ein gemeinsames Symbol des Bekenntnisses zu Jesus Christus sein.
Gleichzeitig sollte es an die Opfer des gerade zu Ende gegangenen Krieges erinnern. Aufgestellt wurde es auf der Höhe hinter dem ehemaligen großen Kriegsgefangenenlager Stalag VIA. Rund 200 000 Gefangene aus elf Nationen wurden während des Krieges von dort aus verwaltet. Tausende verloren in den Lagern ihr Leben. Sie ruhen in Massengräbern auf zwei Friedhöfen der Stadt Hemer. Die Bevölkerung nahm 1947 großen Anteil an der ökumenischen Aktion.
Über sechs Jahrzehnte musste das Kreuz ohne wesentliche Pflege überdauern. Nicht zuletzt, weil es auf einem Übungsgelände der Bundeswehr stand. Schließlich war es so marode, dass es erneuert werden musste. Hemers Bürgermeister Michael Esken gehörte zu denjenigen, die sich seit Jahren bereits für eine Erneuerung des Kreuzes einsetzten.
Schließlich war es soweit: Die Stadt hatte sich bereit erklärt, die Kosten für die Erneuerung zu übernehmen. Auf dem Jüberg, mitten auf dem Gelände, auf dem im kommenden Jahr die Landesgartenschau stattfinden wird, segneten Dechant Jürgen Senkbeil und Pfarrer Wilhelm Gröne von der evangelischen Kirchengemeinde das erneuerte Kreuz. Rund 500 Gläubige nahmen an dem Gottesdienst teil.
Es soll auch während der kommenden Landesgartenschau ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung sein.







