Sozialinstitut Kommende feierte sein 60-jähriges Bestehen mit Festgottesdienst und Empfang
Dialog im Geist christlicher Soziallehre
Dortmund (pdp). Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland hat sich die Kommende Dortmund maßgeblich an den sozialethischen Debatten beteiligt und darüber hinaus praktische soziale Arbeit geleistet. Das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn feierte sein 60-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Propsteikirche und anschließendem Festakt in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses.
Im Gottesdienst erinnerte Erzbischof Hans-Josef Becker an den heiligen Papst Clemens I., den Namenspatron der Kommende. Der heilige Clemens, der als Bischof von Rom immer wieder zu Eintracht und Frieden gemahnt habe, sei „genau der richtige Patron für die Kommende“, betonte der Erzbischof in der Festmesse, die auch der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, Monsignore Dr. Aldo Giordano, päpstlicher Beobachter beim Europarat, Kommendedirektor Prälat Dr. Peter Klasvogt, Propst Andreas Coersmeier und Diakon Rüdiger Eßmann mitfeierten. Die christliche Hoffnung dränge zur Tat, so Erzbischof Becker in seiner Predigt weiter, „sie will das Angesicht der Erde erneuern und ihren Beitrag leisten zu mehr Gerechtigkeit, Versöhnung, Hingabe und Frieden in unserer Welt“. An diesem Maßstab werde sich die Kommende auch weiterhin orientieren, besonders im Dialog mit den relevanten gesellschaftlichen Kräften.
Diese Leistung der Kommende lobten zahlreiche Redner vor rund 300 Gästen im anschließenden Festakt im Rathaus. „Wir sind froh, dieses renommierte Sozialinstitut in unserer Stadt zu haben“, so der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Er erinnerte an die frühen Ursprünge der Kommende im 13. Jahrhundert als Niederlassung des Deutschen Ritterordens. Das an dieser Stelle vor 60 Jahren gegründete Sozialinstitut habe „das Miteinander“ in der Stadt deutlich gefördert.
In seinem Festvortrag hob der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann unter anderem die Bildungsarbeit der Kommende hervor. „Dadurch wurden viele Menschen ermutigt und befähigt, in Verbänden und Organisationen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, so Laumann. Die Kommende sorge für eine „Weiterentwicklung der christlichen Soziallehre in der heutigen Zeit“.







