Aktuelle Ausgabe
2012-20

CDU-Europaabgeordneter Elmar Brok und „Bild“-Chef Kai Diekmann werben für katholische Schule

„Der Wertebezug ist dringender denn je“

Stellten die Marienschule vor (v. l.): Elmar Brok (CDU-Europaabgeordneter), Michael Gerhardts (Vorstand Schulstiftung), Patrick Bujok (Wissenschaftspreisträger 2010), Günter Kunert (Schulleiter), Schwester Carola Kahler (Vorstandsvorsitzende Schulstiftung) und Kai Diekmann ( „Bild“-Chefredakteur und ehemaliger Schüler). Foto: Müller

Bielefeld. Im Job zeichnet Kai Diekmann für Schlagzeilen wie „Nehmt den Griechen den Euro weg!“ oder „Macht Hartz IV faul?“ verantwortlich. Privat gibt sich der Chefredakteur der „Bild“-Zeitung zahm: Diekmanns Nähe zur katholischen Kirche ist bekannt. Sie hat vor allem mit seiner Schullaufbahn zu tun: Das Abitur absolvierte der Katholik an der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld.  

von Kay Müller 

Die Schule sei ihm „immer ein Stück Heimat gewesen“, schwärmte Diekmann jetzt bei einem Besuch in Bielefeld. Deshalb hat der 47-jährige Journalist den Kontakt auch nie abreißen lassen und engagiert sich heute für die Stiftung Marienschule der Ursulinen: „Ich möchte dafür werben, dass wir viele Förderer finden, um den Fortbestand der Schule zu sichern“, so Diekmann.

Wenn er auch kein besonders strebsamer Schüler gewesen sei, „so bin ich doch jeden Tag ausgesprochen gerne hierhin gekommen“, sagte Diekmann. Er lobte das intensive Lernen in kleinen Klassen und die kreativen Freiräume, die den Schülern eingeräumt worden seien. So unternahm Diekmann schon damals seine ersten journalistischen Gehversuche: Er gründete mit ein paar Freunden die Schülerzeitung „Passepartout“, die binnen kurzer Zeit zur auflagenstärksten Schülerzeitung in Bielefeld heranwuchs. Auch an seine Lehrer hat er nur die besten Erinnerungen: „Das waren Lehrer, die das Lernen zu einem einzigartigen Erlebnis gemacht haben.“

1983 machte Kai Diekmann Abitur. Seitdem hat sich an der Schule viel verändert. Die Trägerschaft wurde von den Ursulinenschwestern in die Hände einer 2009 gegründeten Stiftung übertragen. Geblieben sind die Orientierung an christlichen Werten und das Bemühen um ein Lernklima, „das die Akzeptanz des leistungsstarken Schülers will und zugleich die Bereitschaft zur Hilfe für den nicht so erfolgreichen Schüler freisetzt“, wie Schulleiter Günter Kunert erläuterte. Förderunterricht für Leistungsschwächere gehört genauso zu den Merkmalen der Schule wie die Begabtenförderung, die immer wieder besondere Talente hervorbringt. So wurde der 16-jährige Marienschüler Patrick Bujok erst kürzlich für eine Physikarbeit mit dem Wissenschaftspreis der Rotarier 2010 ausgezeichnet.

Begeistert von der Bielefelder Schule zeigte sich auch Elmar Brok. Die Kinder des CDU-Europaabgeordneten haben sie besucht. Brok hob insbesondere die Werteorientierung des katholischen Gymnasiums hervor: „Die jüngsten Beispiele für Jugendgewalt und Rechtsterrorismus zeigen, dass dieser Wertebezug dringender denn je ist.

 

 


21.05.2012
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