Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) eröffnet sein neues Jugendhaus im Bielefelder Stadtteil Sieker
Der Jugendarbeit Perspektive geben
Bielefeld-Sieker. Bunte Luftballone weisen den Weg in das neue Jugendhaus an der Greifswalder Straße in Bielefeld-Sieker. Bunt ist auch der Bevölkerungsmix im Wohngebiet, das als sozialer Brennpunkt anerkannt ist. 5000 Menschen und 49 verschiedene Ethnien leben dort. Für die Mitbürger im Alter von 12 bis 21 Jahren hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) nun einen attraktiven, zuverlässigen Anlaufpunkt geschaffen.
von Karin Prignitz
„Ich freue mich, dass mal wieder in junge Menschen investiert worden ist“, sagte Pastor Hartmut Brünger von der benachbarten Markusgemeinde. „Hier kann man sich wohlfühlen, wir alle brauchen solche Räume.“ Bereits Anfang der 70er Jahre, als in der Siedlung immer mehr Sozialwohnungen entstanden, ohne im gleichen Zuge eine soziale Infrastruktur zu schaffen, bot der Sozialdienst katholischer Frauen Familienhilfe und Beschäftigungsangebote für Kinder und Jugendliche an.
Ein alter Kotten in Siedlungsnähe wurde zur verlässlichen Anlaufstelle. Sie findet sich nun in den mit 180 Quadratmeter größeren, moderneren Räumen an der Greifswalder Straße, in einer umgebauten alten Gärtnerei. Wichtig sei es, unterstrich die Vorsitzende des SkF, Eva Hesse, „der Jugendarbeit eine langfristige und verlässliche Perspektive zu geben“. Und zwar wirkungsorientiert und bedarfsgerecht. Zehn hauptberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiter helfen den jungen Menschen etwa bei den Hausaufgaben, bei Bewerbungen oder der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen. Angeboten wird auch ein vielschichtiges Freizeitangebot. Es gibt ein Internetcafé und sogar ein kleines Tonstudio.
„Dieses Haus umzubauen, war die richtige Entscheidung“, betonte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Hans-Dieter Koch. Daran mitarbeiten, dass das Haus farblich noch etwas bunter und wohnenswerter wird, möchte auch der Caritasverband, für den Koordinatorin Anke Wienhues die Glückwünsche mitbrachte. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Aktivitäten im Haus bekam das Publikum beim Auftritt der beiden Rapper „Aco Mc“ (Ann Cathrin Obermeier) und Roy-Al Flash (Roy Reinke).
„Gott begleitet die Armen zuerst“, hatte gleich zu Beginn der Eröffnungsfeier Dechant Klaus Fussy, Dekanat Bielefeld-Lippe, unterstrichen. „Der zentrale Begriff des christlichen Glaubens ist nicht die Moral, sondern die Liebe.“







