Marien-Hospital Erwitte feiert 150-Jähriges mit Feierstunde und Tag der offenen Tür
Der Glaube als Erfolgsrezept
Erwitte. Verheerende Brandkatastrophen, wirtschaftliche Schieflage und drohende Insolvenz: Tiefschläge wie diese hat das Marien-Hospital Erwitte in seiner nunmehr 150-jährigen Geschichte immer wieder erleiden müssen. Doch so unvorhersehbar das Schicksal und wirtschaftliche Rahmenbedingungen immer wieder zuschlugen, Verantwortliche zu Umstrukturierung, Korrektur und Kurswechsel zwangen – auf eines konnte und kann sich das Hospital seit jeher blind verlassen: auf „seine“ Menschen. Denn gerade sie waren es, die das Haus über Generationen nicht nur mit Herz und Hingabe füllten, sondern auch mit allerhand Mut, Visionen und Ideen und nicht zuletzt: einem unerschütterlichen Glauben an sich und ihren Dienst für die gute Sache. Ein Glaube, der sich – so wandelbar und schnelllebig die Zeiten auch geworden sind – heute wie damals auf den christlichen Grundgedanken der Nächstenliebe, auf caritatives und solidarisches Handeln gründet. Und der aus einer bewegten Geschichte mit Höhen und Tiefen letztlich doch noch eine echte Erfolgsstory macht.
Heute könne man zu Recht stolz sein, sagt Christian Larisch, der als Geschäftsführer der Katholischen Hospitalvereinigung St. Nikolaus Lippstadt auch für das Marien-Hospital in Erwitte verantwortlich zeichnet. „Nicht nur mit Blick auf das Erreichte, sondern auch auf unsere Mitarbeiter und alle Beteiligten, die das Haus zu dem gemacht haben, was es heute ist“: ein modernes Fachkrankenhaus mit klarer Struktur und wirtschaftlicher Perspektive. Doch Wandel hin oder her, einem sei man seit jeher treu geblieben – „unserem christlichen Leitbild“. Und genau das mache das Erwitter Marien-Hospital heute wie damals nicht nur zu einem Ort der Heilung und Genesung, so Larisch, „sondern auch zu einer Stätte gelebter Nächstenliebe“.
Bewegte und ereignisreiche Jahre lägen derweil hinter der gesamten Hospital-Mannschaft. Geprägt von rasantem Fortschritt und ständigen Gesetzesänderungen im Gesundheitswesen könne man jedoch heute sagen: Der Weg vom Akutkrankenhaus hin zum spezialisierten Fachkrankenhaus für Orthopädie und Urologie war der Richtige. Ein gemeinsames Ziel, für das, und das macht Christian Larisch stolz, „alle ausnahmslos an einem Strang gezogen haben“. Sein Dank galt bei der Feierstunde daher allen Beteiligten, Weggefährten, Freunden, Gönnern und Unterstützern des Marien-Hospitals. Ob haupt- oder ehrenamtlich, finanziell, politisch oder gesellschaftlich – zusammen hätten sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten uneigennützig in den Dienst der guten Sache gestellt. „Mit Empathie und Nähe, Herz und Hingabe und einer guten Portion Menschlichkeit haben wir uns während der Jahrzehnte gemeinsam einen ganz besonderen Blickwinkel auf unsere Patienten erarbeitet.“ Eine Sichtweise, in der ausschließlich der Mensch im Mittelpunkt des Handels stehe – mit seinen Sorgen, Ängsten und Bedenken, aber auch Träumen, Wünschen und Hoffnungen auf Heilung. Und vielleicht liege gerade darin das Erfolgsrezept der nunmehr 150-jährigen Hospital-Geschichte begründet. „Denn das Marien-Hospital ist nicht etwa trotz seiner christlich-solidarischen Grundpfeiler so stabil, sondern höchstwahrscheinlich und gerade dank dieser.“
Einen persönlichen Eindruck davon machten sich beim Tag der offenen Tür jetzt auch zahlreiche Besucher, die sich einen Blick hinter die Krankenhaus-Kulisse nicht entgehen ließen. Neben einem spannenden Gesundheitsparcours quer durch das Marien-Hospital, fesselnden Fachvorträgen, allerhand Gaumenfreuden und Leckereien lockten dabei auch Live-OP-Demonstrationen auf das Hospital-Gelände am Erwitter Schloss.







