Aktuelle Ausgabe
2012-20

Neu gegründete Hospiz-Stiftung soll Zukunft der Caritas-Hospizdienste in Arnsberg sichern

„Dem Leben Hoffnung geben“

Die Mitglieder des Stiftungsrates und des Vorstandes der neu gegründeten „Hospiz-Stiftung Arnsberg-Sundern“ (v. l.): Ulrich Sölken (Caritasverband), Friedhelm Wolf, Klaus Kayser, Dr. Volker Daldrup (Lions Club) und Ernst-Michael Sittig. Foto: Kolossa

Arnsberg (JK). Zur langfristigen Sicherung des ambulanten Hospizdienstes sowie des stationären Hospizes Raphael in Arnsberg hat der Caritasverband Arnsberg-Sundern unter dem Motto „Dem Leben Hoffnung geben“ eine Hospiz-Stiftung gegründet.

„Es gilt nachzuweisen, dass wir in unserer Gesellschaft die menschenwürdige Begleitung der Sterbenden auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens für einen unverzichtbaren Bestandteil unserer Kultur ansehen“, fasste Klaus Kayser als erster Vorsitzender der neu gegründeten Hospiz-Stiftung Arnsberg-Sundern die Ziele zusammen. Unverzichtbar ist aber auch, damit die Hospizarbeit finanziell zu unterstützen. Neben dem Freundes- und Förderkreis, der seit 1999 über 692 000 Euro aufgebracht hat, steht diesem jetzt ein verlässlicher Partner an der Seite. Denn jährlich entsteht durch die Hospizarbeit ein Defizit von bis zu 300000 Euro.
Mit dem Vorstand – neben Klaus Kayser auch Ernst-Michael Sittig als stellvertretender Vorsitzender und Ulrich Sölken als Geschäftsführer – beginnt nun die Arbeit, das Grundkapital in Höhe von 300 000 Euro zu vermehren. Erst ein Sitftungskapital von fünf Millionen Euro könnte das jährliche Defizit dauerhaft decken.
„Die Stiftung repräsentiert die Gesellschaft und ist für diese da“, erklärte Kayser. Darum gehören neben dem Caritasverband Arnsberg-Sundern weitere kirchliche und gesellschaftliche Institutionen zu den Gründern der Hospiz-Stiftung, so etwa der Gemeindeverband Katholischer Kirchengemeinden Hochsauerland-Waldeck, der evangelische Kirchenkreis Arnsberg, der Förderverein des Lions Clubs Arnsberg Sundern sowie die Stiftung Sparkasse Arnsberg-Sundern.
In diesem Jahr hat das stationäre Hospiz St. Raphael bereits 89 Gäste betreut, im ambulanten Hospizdienst waren es 70 Begleitungen zu Hause. Bei der Gründung der Stiftung gehe es um die Zukunft von Diensten, „die als einzige überzeugende Alternative zu jener Bewegung in unserer Gesellschaft zu verstehen sind, die unter Rückgriff auf ,Autonomie‘ das Wann und Wie des Sterbens jedem überlassen will“, hieß es. Damit solle „dem Leben Hoffnung gegeben werden“.  
Demnächst werden entsprechende Gespräche mit möglichen Investoren, aber auch Informationsveranstaltungen folgen, denn in dieser rechtlich unabhängigen, rechtsfähigen und selbstständigen Institution kann jeder Mitglied werden.


21.05.2012
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