Aktuelle Ausgabe
2012-20

Das Erzbistum hat ein Leitbild für die Schulen in seiner Trägerschaft in Kraft gesetzt

Das „unterscheidend Andere“

Jedem Schulleiter der 18 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums überreichte Erzbischof Becker ein Exemplar des neuen Leitbildes.

Erzbistum. Die Anmeldezahlen sprechen eine deutliche Sprache: Katholische Schulen sind beliebt bei Eltern. Einer der Gründe dürfte das klare Profil sein, das diese Schulen auszeichnet. Um noch deutlicher zu machen, was das „unterscheidend Andere“ katholischer Schulen ausmacht, hat das Erzbistum Paderborn jetzt ein Leitbild für Schulen in seiner Trägerschaft in Kraft gesetzt.  

von Andreas Wiedenhaus 

„Füllen Sie den Rahmen, den das Leitbild bieten will, mit Leben, mit Geist, mit Ideen, mit Kreativität!“ Am Ende seiner Predigt während des Pontifikalamtes zur Einsetzung des Leitbildes richtete Erzbischof Hans-Josef Becker einen eindringlichen Appell an die Schüler und Lehrer der 18 katholischen Schulen in Trägerschaft des Erzbistums, bevor er den Schulleitern jeweils ein Exemplar persönlich überreichte. Er hoffe, so der Erzbischof, dass diese Leitlinien nicht, wie vielleicht manches andere Papier aus der „Zentrale in Paderborn“, ein Dasein im Archiv fristen solle: „Ich wünsche mir eine lebendige Auseinandersetzung mit den Inhalten, eine aufmerksame Lektüre und kreative Umsetzung.“ Denn ebensowenig, wie das neue Leitbild ignoriert werden dürfe, seine eine „sklavische Anpassung“ das Ziel. Schließlich, machte Erzbischof Becker deutlich, werde ein Großteil dessen, was in den sieben Punkten beschrieben sei, an den Schulen längst praktiziert.

Entstanden ist das Leitbild auf der Basis einer Vorlage, die in der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Erzbischöflichen Generalvikariates entwickelt wurde. Aus dieser Vorlage entwickelte dann eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern der Hauptabteilung, Schulleitern, Lehrern, Eltern und Schülern im Laufe eines Jahres den Text des Leitbildes.

Für Joachim Göbel, den Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, ist ein solches Leitbild gerade für das Profil einer katholischen Schule unverzichtbar. Früher hätten die Orden als Gründer der Schulen ein Leitbild gegeben. „Nach dem Rückzug vieler Orden ist es für uns an der Zeit, ein offen sichtbares und evaluierbares Leitbild zu etablieren“, so Göbel. Die sieben Punkte, die er als gleichgewichtig betrachtet, sind nach Ansicht Göbels, „sehr konkret und klar auf den Schulalltag bezogen“.

Allerdings könne es hilfreich sein, sich zunächst einen Schwerpunkt herauszugreifen, an dem die Schule den größten Arbeitsbedarf sehe. 


21.05.2012
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