St. Joseph in Lünen feierte 50. Jahrestag der Kirchweihe
Das Zentrum der Gemeinde
Lünen. Den 50. Jahrestag der Kirchweihe beging die Gemeinde St. Joseph am vergangenen Sonntag mit einem feierlichen Pontifikalamt, das Weihbischof Matthias König mit Siebe van der Meer, dem ersten Vikar der Kirchengemeinde, Dr. Johannes Schimsky, Joachim Krämer, Pastoralverbundsleiter Horst Feil und Pfarrer Sascha Ellinghaus als Konzelebranten hielt. Musikalisch begleitete der Kirchenchor St. Joseph und der Bläserkreis St. Marien den Gottesdienst.
von Elisabeth Plamper
„Viele werden sich an Hochzeiten, Taufen und an die Requiem für geliebte Menschen erinnern.“ In seiner Predigt machte der Weihbischof deutlich, wie wichtig eine Kirche für die Gläubigen ist. „Freude und Leid verbinden sich mit dem Gotteshaus.“ Mit Blick auf die Geschichte der Kirchengemeinde sagte König: „Bei Ihnen ist vieles aus dem Glauben heraus gewachsen. Glaube ist das Fundament, auf dem wir unser Leben aufbauen.“ Die Gemeinde sei auf der „richtigen Seite“. „Lassen sie sich durch die Kraft Gottes auch in Zukunft leiten.“ Nach dem Pontifikalamt sprach der Weihbischof noch persönlich mit zahlreichen Gemeindemitgliedern am Eingang der Kirche.
Wie verbunden die Gläubigen mit ihrer Kirche sind, beschreiben auch die umfangreiche Fotoausstellung mit Bildern aus den vergangenen 50 Jahren und ein Dokumentationsfilm, der beim Empfang für den Weihbischof, Ehrengästen und Gemeindemitgliedern im Gemeindesaal gezeigt wurde. Die Festschrift „Volk Gottes auf dem Weg“beschreibt neben der Historie auch die zahlreichen Aktivitäten der Gemeinde.
Die Kirche St. Joseph steht „In der Geist“. Das große Turmkreuz ist schon von weitem zu sehen. Sie ist der Mittelpunkt der 2543 Seelen zählenden Gemeinde im Pastoralverbund Lünen-Mitte. Die meisten der Gemeindemitglieder sind schlesischer Herkunft und kamen nach Lünen, weil die Steag und das Lippewerk ihnen Arbeit bot. Weihbischof Wilhelm Tuschen weihte am 9. November 1958 die Kirche nach zweijähriger Bauzeit ein. Die Pfarrvikarie St. Joseph wurde in der katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu 1959 errichtet. Der erste Seelsorger der St. Joseph-Gemeinde war Pfarrvikar Franz Gierse, der ab 1961, als die St. Josephs-Gemeinde selbstständig wurde, die Pfarrei als Pfarrer übernahm. Der Wunsch der Gemeinde nach einer eigenen Orgel ging 1966 in Erfüllung. Die Gemeinde wuchs und Bärbel Soete trat am 1. April 1970 als Gemeindereferentin ihren Dienst an. Das schmucke Pfarrheim wurde am 21. September 1986 eingeweiht, und es sei dort immer etwas los gewesen. „Im Keller gab es damals schon einen Jugendraum“, erinnert sie sich. Mit dem heutigen ökumenischen Jugendtreff könne man das nicht vergleichen.
1991 ging Pfarrer Gierse in den Ruhestand. Nachfolger wurde Pfarrer Joachim Krämer. Bis dato fehlten der Kirche noch immer die Glocken. Am Hochfest des hl. Joseph 1994 war es dann soweit. Die neuen Glocken wurden geweiht. Auch der Chorraum wurde umgestaltet. Nach fünfjähriger Planungs- und Umbauphase weihte ihn Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im September 2005. Zum 1. Mai 2007 ging Pfarrer Joachim Krämer in den Ruhestand. Pfarrer Horst Feil ist seitdem Pastoralverbundsleiter. Pastor im Pastoralverbund Lünen-Mitte ist Sascha Ellinghaus.







