Kommentar
Christliche Wurzeln bleiben
von Andreas Wiedenhaus
Wer in den USA oder Großbritannien in diesen Tagen ein „frohes Weihnachtsfest“ wünscht, kann sich einiges an Ärger einhandeln. Die „politische Korrektheit“ in diesen Ländern treibt immer seltsamere Blüten: Firmen oder Behörden können es angesichts drohender Klagen kaum noch riskieren, Bezug auf dieses christliche Fest zu nehmen. Gegen Weihnachtskrippen im öffentlichen Raum wurden bereits Prozesse geführt.
Von derlei Absonderlichkeiten sind wir in Deutschland derzeit noch weit entfernt. Selbst wenn der ein oder andere Politiker immer mal wieder Aktivitäten in dieser Richtung startet. Weihnachten von seinem christlichen Ursprung zu lösen, ist nicht einmal der DDR gelungen. Das Weihnachtsfest ist untrennbar mit der Geburt Christi verbunden. Dabei geht es gar nicht darum, die Leitkultur-Debatte zu „befeuern“. Es geht um die Wurzeln, die eine Gesellschaft hat. Und die lassen sich nicht so einfach kappen, auch wenn das mancher gern täte. So hat dieser christliche Feiertag sogar Auswirkungen auf das staatliche Handeln: Werden doch im Rahmen der traditionellen „Weihnachtsamnestie“ auch in diesem Jahr wieder Strafgefangene entlassen. Allein in Nordrhein-Westfalen dürften es rund 1000 sein.
Und nicht zuletzt die Tatsache, dass zu Weihnachten viele, die sonst nicht zur Kirche gehen, die Gottesdienste besuchen, macht deutlich, dass die meisten neben Geschenken und „Christmas-Party“ auch den Sinn diese Festes suchen. So wird man sich hierzulande wahrscheinlich noch lange ein „gesegnetes Weihnachtsfest“ wünschen dürfen, ohne gleich eine Unterlassungsklage befürchten zu müssen.






