Aktuelle Ausgabe
2012-20

Der katholische Propsteigarten Dortmund wird für zwei Wochen zur Sehnsuchtsoase

Auszeit im Klostergarten

Das Vorbereitungsteam: Propst Andreas Coersmeier lenkt die Rikscha. Foto: Petri

Dortmund. Der Dortmunder Westenhellweg gehört zu den am meisten besuchten Fußgängerzonen in Nordrhein-Westfalen. Inmitten dieses Trubels in der Dortmunder Innenstadt lädt die Katholische Stadtkirche Dortmund vom 1. bis zum 15. Juli zu einer Auszeit ein. Der ehemalige Klostergarten der Propsteikirche, in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone, verwandelt sich dann für zwei Wochen in die Sehnsuchtsoase. 

von Anna Petri 

Das Projekt der Dortmunder Stadtkirche möchte Menschen einladen, eine Auszeit vom hektischen Alltag zu nehmen, berichtet Annette Kienast, Referentin für Jugend und Familie. „In der Sehnsuchtsoase können die Besucher entspannen und einfach mal die Seele baumeln lassen“, so Kienast, die gemeinsam mit einem Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  die Sehnsuchtsoase vorbereitet hat. 

Der Name „Oase“ sei dabei ganz bewusst gewählt, ergänzt Gemeindereferent Michael Thiedig, denn der Propsteigarten habe tatsächlich den Charakter einer Oase inmitten der Stadt. Sei der ehemalige Klostergarten sonst nur in seltenen Fällen für Besucher geöffnet, so stehe er nun ganztägig für Besucher offen, fügt Propst Andreas Coersmeier hinzu.  

Bis zum 15. Juli wird die Sehnsuchtsoase um 10 Uhr geöffnet. Täglich erwartet die Besucher ein besonderes Programm von spirituellen Angeboten über Live-Musik bis zur Möglichkeit, sich einfach nur zu entspannen. Dafür bietet die Sehnsuchtsoase ihren Besuchern bereitgestellte Liegestühle und eine Hängematte.

Es sei wichtig, dass sich die Gäste einfach wohlfühlen,  berichtet Karsten Haug aus dem Vorbereitungsteam. Zugleich möchte die Katholische Stadtkirche auch kirchenferne Besucher erreichen und zeigen, was Kirche den Menschen alles bieten kann, so Haug. „Die Besucher sollen die Kirche einmal ganz anders erleben.“ Neben spirituellen Angeboten im Garten und im Kreuzgang gibt es täglich zwei Mittagsgebete und ein Abendgebet, zu denen die Besucher eingeladen sind. Darüber hinaus steht jeder Tag unter einem Thema, das zum Nachdenken anregen möchte. Im Rahmen dessen macht die Stadtkirche auf die Thementage aufmerksam. Der 9. Juli stellt die Grundsehnsucht Liebe in den Mittelpunkt und der 12. Juli setzt sich intensiv mit der Sehnsucht nach Gott auseinander. An diesen Tagen wird das tägliche Programm um besondere Angebote erweitert. So werden hier auch Vorträge, Gesprächskreise und Workshops angeboten.  

Damit schon der Weg zur Sehnsuchtsoase in den Propsteihof 10 für die Besucher zur Entspannung wird, hat sich das Vorbereitungs-team etwas Besonderes einfallen lassen. Mit einer Rikscha, die für dieses Projekt gemietet wurde, werden Besucher in der Stadt abgeholt und zur Sehnsuchtsoase gefahren. „Die Rikscha soll die Menschen einladen, sich bereits auf dem Weg zur Oase zu entspannen“, berichtet Annette Kienast. Die Idee sei gewesen, Bürger direkt vor ihren Büros in ihrer Mittagspause abzuholen. Bis zum 15. Juli ist die Rikscha den ganzen Tag in der Dortmunder Innenstadt unterwegs.

Die Abfahrtsorte und weitere Informationen zum Programm auf der Internetseite: www.sehnsuchtsoase.de.


18.05.2012
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