Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die Kirche St. Bartholomäus in Bielefeld-Senne wurde renoviert

Aufhellung komplett

Strahlend weiß: Die St.-Bartholomäus-Kirche hat einen frischen Anstrich bekommen. Vor allem die Wand hinter dem Altar wurde durch Übermalung eines Kreuzes schlichter gestaltet. Zudem fiel die Holzvertäfelung im Seitenschiff weg. Foto: Lakenbrink
Neuer Platz: Das Kruzifix von Wilfried Koch hing früher in St. Johannes. Foto: Vieler

Bielefeld. Auch wenn es nicht viel ist, was verändert wurde, dennoch fällt dem Besucher der St.-Bartholomäus-Kirche in Bielefeld-Senne sofort auf, dass das Gotteshaus in neuem Glanz erstrahlt.

von Ruth Lakenbrink

Zwar war der Ablauf der Kirchenrenovierung ganz anders geplant, dennoch ist Pfarrer Richard Hesse mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden. In frischem Weiß erstrahlt die ganze Kirche, zum Stil des 1958 geweihten, schlichten Gotteshauses passend. Und so war es denn auch das Kirchweihjubiläum im Juni, zu dem die Kirche eigentlich hätte fertig sein sollen. Doch die Planung zog sich dahin, sodass erst im Juli mit der Renovierung begonnen werden konnte.
Viel musste nicht gemacht werden, schließlich wurde die Kirche bereits vor 20 Jahren schon einmal umfangreich saniert. Die durch Ruß von Kerzen und Heizung schwarz gewordenen Wände wurden weiß gestrichen und die Holzvertäfelung der Seitenschiff-Decke und -Wand entfernt, sodass das gesamte Gotteshaus nun deutlich heller wirkt.
Das große Wandmosaik hinter dem Altar, das das Abendmahl darstellt, war früher von einem Kreuz eingerahmt. Dieses aufgemalte Kreuz wurde nun auf Wunsch der Gemeinde weiß übermalt, um dem Innenraum eine moderne, schlichtere Anmutung zu verleihen.
Ein im Seitenschiff befindlicher Treppenabgang wurde geschlossen und damit ein Relikt der vorherigen Sanierung entfernt. Denn die Treppe sollte, so der Plan vor 20 Jahren, in eine Werktagskapelle führen. Doch die wurde in all der Zeit nie eingerichtet. Über dem geschlossenen Treppenabgang hängt ein Kruzifix des Künstlers Wilfried Koch aus Varensell, das zuvor zu der abgerissenen Kirche St. Johannes gehörte. Die einzige noch fehlende Baumaßnahme gilt der Sicherung der Kirche. So wird am Windfang hinter dem Eingang eine Glastür und ein Gitter zur Diebstahlsicherung angebracht.
Gekostet haben die Renovierungsarbeiten rund 130000 Euro. Den größten Anteil der Kosten übernahm das Erzbistum. Der Gemeindeanteil von etwa 40000 Euro war dank einer großzügigen Einzelspende über 20000 Euro schnell zusammengekommen. Der Rest wurde durch kleinere Spenden und Rücklagen der Gemeinde finanziert.


18.05.2012
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