Der erst 2008 getaufte Fabrice Dux absolviert ein Praktikum im Pastoralverbund Balver Land
Auf dem Weg zum Priesteramt
Balve (JK). „Die Frage nach dem Sinn des Lebens brachte mich mit dem katholischen Glauben in Berührung.“ Fabrice Dux (21) geht diesen Weg weiter, indem er Priester wird. Dabei helfen ihm die Erfahrungen, die er während seines vierwöchigen Praktikums in den beiden Pastoralverbünden „Balver Land“ und „Oberes Hönnetal“ macht. Auch für Pfarrer Andreas Schulte ist dies Neuland, ist er doch zum ersten Mal für einen Praktikanten verantwortlich.
Nach dem propädeutischen Jahr im Leokonvikt, das dem eigentlichen Studium vorangestellt ist, stand für Dux als Priesteramtskandidat das Praktikum an. „Es ist interessant, das Leben in einer Gemeinde kennen zu lernen“, fasst er seine ersten Eindrücke zusammen. Messe dienen, Gebetstexte und auch Fürbitten vortragen sowie die Teilnahme an Teambesprechungen und Sitzungen von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand gehören mit zu seinem Aufgabengebiet. „Mir gefällt die Vielseitigkeit, während die Landschaft ähnlich wie bei mir zu Hause geprägt ist“, vergleicht er.
Aufgewachsen ist Fabrice Dux in einer nicht-katholischen Familie im Harz-Vorland. „Als Jugendlicher spürte ich, dass es irgendetwas Göttliches geben muss, und ich begann mich mit Fragen wie: ‚Woher kommen wir?‘ - ‚Wie sollen wir im Hier und Jetzt leben?‘ und ‚Wohin gehen wir?‘ auseinanderzusetzen“, schilderte er seine Motivation, mit den Mönchen der Pfarrei St. Benedikt-Huysburg (Bistum Magdeburg) in Kontakt zu treten, die in seiner Gemeinde für die Seelsorge zuständig sind. Danach nahm er am Katechumenatskreis teil, und ließ sich in der Osternacht 2008 taufen und firmen. Zu Beginn der Oberstufe des Gymnasiums entschied er sich für den Beruf des Priesters: „Ich möchte dem ersten Sinn allen Seins, der ersten Ursache, also Gott dienen, indem ich die Lehre Gottes verkünde.“
Nach dem Abitur absolvierte er den Zivildienst bei der Caritas. In dieser Zeit bekam die Heimatpfarrei von Fabrice Dux Besuch von Weihbischof Matthias König. Von diesem wurde er bestärkt, ins Leokonvikt nach Paderborn zu kommen. Hier studiert er nun seit September 2010.
Nach dem Ende seines Praktikums im Oktober beginnt für ihn der Studienalltag wieder: Theorie und Praxis.







