Aktuelle Ausgabe
2012-20

Liboriwallfahrt der Briloner vom 25. auf den 26. Juli

Auf dem Weg zu Liborius

Begrüßung der Pilger aus Brilon im Paradiesportal des Paderborner Domes 2006 durch den damaligen Weihbischof und ehemaligen Briloner Propst Karl-Heinz Wiesemann. Foto: Vieler

Brilon. Wie seit 160 Jahren werden auch in diesem Jahr wieder viele Pilger sich Freitagabend (25. Juli)  von Brilon aus zum Grab des Diözesanpatrons Liborius auf den Weg machen. Es ist nach Angaben der Veranstalter die wohl älteste Laienwallfahrt im Erzbistum, und mit 46 Kilometern auch die längste und beschwerlichste Diözesanwallfahrt, sowie die einzige ihrer Art zum Liborifest.

Liborius war der 4. Bischof von Le Mans in Westfrankreich. Mit St. Martin, dem Bischof von Tours, war er eng verbunden. Die Legende erzählt, dass St. Martin selbst 397 sich am Sterbebett seines Freundes befand. 836 wurden auf Geheiß des Kaisers Ludwig des Frommen die Reliquien nach Paderborn in den jungen Dom übertragen. Es war ein tausend Kilometer langer und beschwerlicher Weg. Damals schlossen die Kirchen von Le Mans und Paderborn einen „Bund ewiger Freundschaft“, der über alle Jahrhunderte Bestand hatte, einmalig in Europa.
„Unsere Wallfahrt ist kein sportliches Ereignis, kein Spitzenmarsch mit Höchstgeschwindigkeiten“, sagt Veranstalter Gereon Fritz. „Es ist ein geistliches Erlebnis, das spürbar Leib und Seele erfasst. Jung und Alt, Kinder, Eltern und Senioren spüren im Gebet, im Gesang, in der Meditation und im Schweigen Schritt um Schritt auf hartem Asphalt, was Weg ist und die Sehnsucht nach dem Ziel bedeutet.“ Nicht der Weg sei das Ziel: „Es ist symbolhaft der Weg zum Ziel.“
Alle, die mitpilgern wollen, sind eingeladen zur Votivmesse um 23.30 Uhr in der Briloner Nikolaikirche oder zu einer der nachfolgenden Stationen. Nach der nächtlichen Messe zieht die Gruppe los über den Almerfeldweg über Alme nach Bad Wünnenberg. Dort legt sie gegen 3.45 Uhr in der Gaststätte „Bei Wilms“ eine erste Rast ein. Dann geht es weiter nach Haaren zum Pfarrzentrum, wo sie gegen 6 Uhr ankommt. Die Pilgergruppe zieht weiter nach Nordborchen in das Haus Amedieck. Gegen 9.15 Uhr geht es auf die letzte Etappe zum Paradiesportal des Paderborner Domes. Dort werden die Wallfahrer  gegen 11 Uhr von Dompropst Dr. Wilhelm Hentze begrüßt und ziehen mit dem Liborilied zu einer kleinen Andacht in die Krypta zum Grab des hl. Liborius.

Liboripilger, die an der Eröffnungsvesper teilnehmen wollen und eine Platzkarte wünschen, können sich mit Gereon Fritz (Tel: 0 29 61 / 5 33 24) in Verbindung setzen.


18.05.2012
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