Aktuelle Ausgabe
2012-20

Einsatz der Schwerter Malteser begann mit einem Krankenwagen am Wochenende

50 Jahre im Dienst am Nächsten

Schwerte. Mit einem Krankenwagen, im Einsatz am Wochenende unterwegs, so sind sie gestartet. Heute haben die Schwerter Malteser ihren festen Platz im Rettungsdienst ihrer Stadt. Vor 50 Jahren wurde ihre Gliederung gegründet, jetzt wurde Jubiläum gefeiert. 

„Die Hilfe an den Bedürftigen haben Sie sich auf die Fahnen geschrieben“, sagte Pfarrer Hans-Peter Iwan den Aktiven beim Gottesdienst. Der Dienst an den Menschen, so wie ihn auch die Malteser in Schwerte ausüben würden, sei nicht in die Beliebigkeit eines jeden gestellt. „Dieser Dienst kommt aus dem Fundament des Glaubens.“ Die Aufgabe der Christen sei es dabei aber nicht, die Hoffnungslosigkeit zu verdoppeln, sondern die Sprengkraft des Glaubens zu vervielfältigen, betonte Iwan.

Nach dem Gottesdienst gab es eine familiäre Jubiläumsfeier im Pfarrheim. Auf pompöses Auftreten hatte die Stadtgliederung rund um ihren Beauftragten Wolfgang Boos verzichtet.

Die Fahrzeughalle müsse renoviert werden, auch der Kauf des neuen Lastwagens für die Nothilfe drücke den Schwertern noch auf den Schultern, erzählte er. Deshalb habe die Gliederung, die aus derzeit 40 aktiven Helfern besteht, auch bewusst auf eine Chronik oder Jubiläumszeitschrift verzichtet.

„Seit 1978 darf ich diese Maltesertruppe anführen“, erläuterte Boos. „Ich muß sagen, es macht mir bis heute Spaß.“ 1961 war die Gliederung gegründet worden, die Ausbildung in Erster Hilfe war der Schwerpunkt von Beginn an. Bereits ab 1972 beteiligten sich die Malteser dann auch am Krankentransport in ihrer Stadt.

Viele Sanitäts-Einsätze bei großen und kleinen Veranstaltungen zählte Boos in seinem Rückblick auf. Das Engagement im „Radio Malta“ des Marien-Krankenhauses durfte dabei ebenso wenig fehlen wie der Blick auf das mittlerweile große Engagement in der Auslandshilfe. Hilfskonvois in die Ukraine sowie nach Polen gehören seitdem zum festen Programm der Malteser. 

Die gute Beziehung zur Pfarrgemeinde, das engagierte Team von Helfern, die ausgewogene Beziehung zwischen ehrenamtlichen Maltesern und hauptamtlichen Mitarbeitern im Fahr- und Rettungsdienst – all das war für Boos ein Grund, danke zu sagen.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden besonders auch für ihre Einsätze in der Auslandshilfe geehrt: Detlef Pentrop und Wolfgang Beuth sowie Dienststellenleiter Martin Dörstelmann mit der Malteser-Plakette in Bronze, Martin Schumann, der Sohn des Gründers, mit Silber für 35-jährige aktive Mitarbeit sowie Gerhard Scholz, Stefan Grüner und Jörg Flamme mit Gold. Dienstalter-Kennzeichen erhielten Claudia Grüner für 30 Jahre und Wolfgang Boos für 40 Jahre.

Wolfgang Penning und Mirjam Weisserth von der Diözesanebene zeichneten die Schwerter aus: Detlef Pentrop, Gerhard Scholz, Wolfgang Boos, Martin Schumann, Jörg Flamme, Stefan Grüner, Claudia Görner und Martin Dörstelmann (von links).

18.05.2012
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